Erste Skitour am Hochtannberg
Zweite Skitour am Hochtannberg
Coaching- und Tourenwoche
7. - 13.2.2011
Und wieder einmal glaubte keiner, dass man bei solch einer Schneelage noch unverspurten Powder und Firn genießen kann. Doch auch das gehört zum Schneewissen, wie man den besten Schnee findet und das in Zeiten, wo andere schon aus (angeblichem) Schneemangel ihre Skier einmotten.
Dazu braucht es auch noch gute Kenntnisse über Wetter- + Windverhältnisse und das Verhalten der anderen Skitourengeher - und eine Portion Intuition und Glück. Wenn man dann auch noch das technische Können hat, die ausgesuchten Touren zu bewältigen, steht dem Touren- und Abfahrtsgenuss nichts mehr im Wege.
Schnee und Lawinen:
Eine lange Schönwetterperiode mit wenig Schnee in den Tallagen (insbesonders im Gr. Walsertal) lässt natürlich erst einmal nichts Gutes für den Abfahrtsgenuss erwarten. Doch der große Aktionsradius liess uns - auch zu meiner Überraschung - immer wieder schöne Powder und Firn-Runs finden. Allerdigns war der "Powder" kein normaler Neuschnee mehr, sondern aufbauend umgewandelter "Schwimmschnee". Dieser wird jedoch erst zum Problem, wenn wieder neuer Schnee auf diese lockere, grobkörnige Schicht fällt und keine Verbindung zum Untergrund findet: Z. B. wenn durch Wind einen neue Triebschneeschicht entsteht.
Ein paar Tage zuvor passierte ganz in der Nähe unserer Hochtannberg-Touren ein tödlicher Lawinenunfall, wo solch eine Triebschneeschicht auf dem Schwimmschnee zu liegen kam und beim Abgang zum Absturz der Skitourengeher führte. Deshalb war auch bei Gefahrenstufe eins (geringe Lawinengefahr) Vorsicht und das Umgehen der kleinräumigen Triebschneestellen angesagt - vor allem im felsigen Steilgelände. Und bei der Abfahrt umfährt man den Triebschnee eh möglichst, da dieser den Fahrgenuss schon sehr stark mindert...
Fotogalerie (Bilder anklicken):
Vielen Dank auch an die anderen Fotografen!