Powder, Spurarbeit und ein Föhnsturm: Es war wieder alles drin. Den Rest der Abfahrt vergessen wir lieber mal, denn es hatte noch relativ wenig Schnee am Walmendingerhorn.

Lawinencamp Dezember 2010

Freitag Vormittag war noch Schneechaos angesagt, doch pünktlich zum Kursbeginn am 19.12. im Kleinwalsertal ließ der Schneefall nach und es klarte auf.
Diesmal war es - im Gegensatz zur Vorwoche - unsicher, wie sich der Neuschnee mit der Unterlage verbunden hatte, da die Unterlage der kalte Neuschnee von der vorigen Schneefallperiode war. Ausserdem war die Kälte der letzten Tage verdächtig, dass sich an der Oberlfäche ein stärkerer Termperaturgradient bilden konnte. Dies bedeutet aufbauende Umwandlung und damit eine schlechte Verbindung zu den kommenden Schneeschichten.
Die tatsächliche Lage war jedoch gar nicht so schlimm wie gedacht: Die Schichten waren zwar tatsächlich schlecht verbunden, die Triebschneeablagerungen waren jedoch so kleinräumig auf den Kammbereich beschränkt, dass man meist leicht mit einigen Tricks in den Hang gelangen konnte. Weiter unten war der Schnee dann so locker und ungebunden, dass man dort keine großflächigen Auslösungen verursachen konnte. Allerdings sind die Unterschiede auf wenige Kilometer gravierend: An der Kanzelwand hatten wir eine sehr gute Schichtverbindung getestet, am Walmendingerhorn hingegen drei schlecht verbundene Zwischenschichten unter der neuen Triebschneeschicht vom sonntäglichen Föhnsturm.
Am Sonntag war dann VS-Suchübung angesagt, worauf wieder einige, alte 1- und 2-Antennegeräte in der Tonne landeten. Mittlerweile kann man nur noch 3-Antennen-Geräte mit guter Signalverarbeitung und hochwertigen Antennen empfehlen, da die Unterschiede so gravierend sind, dass sich eine Erneuerung wirklich lohnt.

Galerie: Bild anklicken